Wie die Kölner Rundschau heute berichtet, fand im Bezirksrathaus Ehrenfeld gestern eine Sitzung der Bezirksvertretung statt. SPD, CDU und Grüne wollten Gericht halten über Kölns Stadtfeind Nr. 1 Jörg Uckermann. Dieser war nicht nur einem Rauswurf aus der CDU durch Austritt zuvorgekommen, sondern auch noch unter Mitnahme seines Mandates der Rechtspartei Pro Köln beigetreten.
Thema sollte eine Aktuelle Stunde zu den Vorgängen auf einer Veranstaltung der Pro Köln Partei einige Tage zuvor sein. Eine junge Frau hatte gegen Jörg Uckermann eine Strafanzeige wegen Körperverletzung gestellt. Der soll ihr bei einem Tumult in den Unterleib getreten haben, was Uckermann wiederum heftigst bestreitet. Angesichts dieser unterschiedlichen Sachdarstellungen war Streit vorprogramiert. Wollte doch die Mehrheit der Bezirksvertretung gleich Nägel mit Köpfen machen und ProKöln Fraktionsvorsitzenden Uckermann und seine Parteifreunde ganz aus dem Gebäude des Bezirksrathaus verbannen.
So hatte denn SPD-Bezirksvorsteher Josef Wirges vorsorglich einen privaten Sicherheitsdienst und die Kölner Polizei einbestellt. Das Ganze kam wie es bei einem Tribunal mit voreingenommenen Richter kommen muß, Uckermann fühlte sich zu Unrecht angegriffen, es folgten Beschimpfungen, Wortenzug und förmlicher Rausschmiß aus dem Saal von Uckermann. Der private Wachdienst versagte kläglich. Erst die bereitstehende Polizei konnte Uckermann bewegen den den Saal zu verlassen.
Ich frage mich, was Josef Wirges damit bezweckt, eine solches Tribunal veranstalten zu wollen. Es ist Sache der Justiz die Schuld eines Jörg Uckermann festzustellen. Sollte das ganze politisches Kalkül sein, um ProKöln und Uckermann in die Ecke der Kriminellen zu stellen, sollte man aufpassen, daß das Ganze nicht ins Gegenteil umschlägt. Proköln und Jörg Uckermann könnten dann von solch undemokratischem und wenig rechtstaatlichen Umgang profitieren.










